An der GV im November 1993, im Hotel International in Zürich Oerlikon, wurde Eichenberger als Finanzchef, zusammen mit Bernd Böhme als Präsident und Peter Meier als Sportchef, in den Vorstand des Zürcher Schlittschuh Club gewählt. Dieses 3er-Gremium ersetzte den gesamten früheren Vorstand unter dem damaligen Präsidium von Pepe Wiss.

Verpflichtungen reduziert

Finanziell wie auch sportlich war der ZSC damals nicht zu beneiden. «Es fehlte permanent an Liquidität, um allen Verpflichtungen pünktlich nachzukommen», erinnert sich Eichenberger. Bei den monatlichen Zahlungen hatten die  Spielerlöhne Vorrang, was aber dazu führte, dass der Betrag der offenen Verpflichtungen immer höher wurde. Nach einem weiteren negativen Geschäftsergebnis 1994/95, zusammen mit dem übernommenen Bilanzverlust des Vorjahres, geriet der Verein finanziell in arge Schieflage. Sofortige Sanierungsmassnahmen wurden unumgänglich. «Ich informierte meine beiden Vorstandskollegen, dass ich mit meinem Treuhandbüro einen aussergerichtlichen Nachlass anvisiere.» Der so durchgeführte Nachlass wurde dann zum grossen Erfolg, indem die Verpflichtungen um 1.3 Millionen Franken reduziert werden konnten. Damit verschaffte sich der ZSC wieder etwas Luft, allerdings nicht lange, da der weitere Geschäftsgang nach wie vor negativ ausfiel und dadurch die Schulden wiederum kontinuierlich anstiegen. Fritz Eichenberger nachdenklich: «Den Club immer finanziell im Lot zu halten, war mit vielen schwierigen Momenten verbunden!»

Wegbereiter der Fusion

So gesehen kam der Telefonanruf  vom Vertreter der GC Eishockey Sektion im März 1997 betreffend Zusammenschluss ZSC/GC wie gerufen. «Ich war von allem Anfang an Teil der  gebildeten Arbeitsgruppe, welche in unzähligen Sitzungen die Zusammenführung ZSC/GC vorantrieb», erzählt Eichenberger. Diese wurde dann bereits Ende Mai 1997 von der ausserordentlichen GV des ZSC genehmigt und, «wie wir alle wissen, wurde sie zum Erfolgsmodell.» Für die Organisation und Durchführung des professionellen Eishockeybetriebes des Zürcher Schlittschuh Club und der Eishockey Sektion des Grasshopper Club wurde folglich die ZLE Betriebs AG gegründet. Die Vereinbarungsunterzeichnung des Zusammenschlusses am 23. Juni 1997 beschreibt Eichenberger rückblickend als schönster Finanzchef-Moment. Der ZLE Betriebs AG gehörte Fritz Eichenberger als Verwaltungsrat und Finanzchef seit der Gründung 1997 während 22 Jahren an. «Ich durfte die vielen Hochs und Tiefs eines Vierteljahrhunderts in der Geschichte des ZSC respektive der ZSC Lions miterleben, das macht mich stolz!» Natürlich gibt es für Eichenberger auch den schönsten sportlichen Moment: «Der Schweizermeistertitel im Jahr 2000 nach einer Wartezeit von 39 Jahren.» Er stuft auch den Triumph in der Champions Hockey League 2009 hoch ein, «weil ich an sämtlichen Heim- und Auswärtsspielen dabei sein durfte.»

Zuerst ein Gönner

Bereits seit dem Jahr 1991 ist Eichenberger Mitglied als Gönner im Club 21 und wurde so später Finanzchef beim Zürcher Schlittschuh Club. Zudem vertritt er bis heute den Zürcher Schlittschuh Club und die ZSC Lions in der 1994 gegründeten Vereinigung Pro Sport Zürich. Danke, Fritz, für Deinen unermüdlichen und grossartigen Einsatz!


Oliver Höner

Für Glamour gesorgt

Oliver Höner wurde im Oktober 2009 in den Verwaltungsrat der ZLE Betriebs AG gewählt. Der Macher von Art on Ice und frühere Eiskunstläufer stärkte den Eventbereich der ZSC Lions. Höner hatte beispielsweise seine Finger bei der Organisation der Meisterfeier im Jahr 2012 im Spiel. Diese fand einige Tage nach dem siegbringenden Match im grossen Stile im Hallenstadion statt, nachdem unmittelbar nach dem Titelgewinn in Bern nur in der Halle 9 gefeiert werden konnte. Auch die Konzeption des clubeigenen Maskottchens lief über Oliver Höner. Seit vielen Jahren nun schon begeistert «Zettli» jeweils an Lion Kids-Spielen die zahlreichen Buben und Mädchen. Last but not least verhalf der 53-Jährige mit seiner Firma Carré Event AG den ZSC Lions zum ersten das Eis vollflächig bespielenden Intro. Mit der sogenannten Pre-Game-Show setzten die Löwen in der Meistersaison 2011/2012 neue Massstäbe. Unvergessen, wie der damalige Headcoach Bob Hartley in gebrochenem Deutsch «Mir sind Züri» in die Kamera brüllte und gepaart mit den Effekten des Intros für Gänsehautstimmung sorgte.


Bruno Schefer

Nachwuchs-Pyramide mitgestaltet

Bruno Schefer ist einer der Baumeister, die entscheidend an der Entwicklung der Lions-Nachwuchsorganisation mitgewirkt haben. Bereits 1997 gelang ihm mit viel Geschick und die Zusammenführung des SC Küsnacht mit der Eishockeysektion der Grasshoppers. Daraus entstanden ist das heute in der Swiss League engagierte Team der GCK Lions. Zusammen mit Simon Schenk und Luc Clavadetscher kümmerte sich Schefer während vieler Jahre um das operative Geschäft. Auch wichtige Personalentscheide – Trainer wie Henryk Gruth und später Richi Jost konnte er als Eckpfeiler für die Organisation gewinnen – verliehen der Nachwuchsorganisation Schwung. Auch Brunos Familie war mit dem Eishockey verbunden und seine beiden Söhne durchliefen praktisch alle spielerischen Stationen des Lion-Nachwuchses. Mit seiner Begeisterung gelang es ihm bleibende Strukturen zu schaffen. Seit 22 Jahren steht Bruno Schefer für die Werte Leistung und Harmonie ein.