Paul Berri wirbelt in den Garderoben im Olymp umher. Seit kurzem nicht mehr als Nachwuchstrainer, sondern als Ordnungshüter. Der neue Materialwart ist seit dem letzten Meisterschaftsspiel im Amt. «Disziplin muss sein – auch neben dem Eis», sagt Berri, der sich selber als sehr ordentlich und pflichtbewusst beschreibt. «Jeder Spieler ist für die Ordnung an seinem Platz selber verantwortlich.» Das hat er den Athleten gleich vom ersten Tag an vermittelt. «Das hat was mit Respekt zu tun. Das erwarte ich einfach.»

Dem Job gerecht werden

Paul Berri, Sohn des gleichnamigen Teamchefs des HC Davos, konnte durch seine vielen Engagements als Assistenztrainer oder Headcoach in das Innenleben diverser Klubs (unter anderem Dübendorf, St. Moritz, Langnau und Wetzikon) sehen. So hat er die nötige Weitsicht erlangt und eine gewisse Distanz aufgebaut, um diesem Job als Materialwart gerecht zu werden. «Ich weiss, wie ein Training abläuft und was wann in einem Spiel gebraucht wird. Das ist sehr wichtig.» Die Effizienz kann so auch in einem Spiel gesteigert werden und entscheidend für den Spielverlauf sein.

Hohe Ansprüche an sich selbst

Berri kümmert sich nicht nur um die Ordnung in den Garderoben und betreut die Spieler an der Bande, der 50-Jährige ist auch für die Eisplanung des ganzen ZSC-Nachwuchses zuständig. «Eine richtige Herausforderung, ich mag es aber zu organisieren.»
Berri bezeichnet sich selber als Macher. «Ich möchte etwas bewegen und vorantreiben.» Die letzte Saison hat den Verantwortlichen der ZSC Lions gezeigt, dass sich einerseits auf dem Eis etwas ändern muss, aber auch an anderen Orten Optimierungsbedarf besteht. «Es geht um Erfolg, auch in meinem Bereich. Meine Motivation ist es deshalb, der beste Materialwart der Liga zu werden.»

Das Team ist entscheidend

Mit Michael Rüetschi und Urgestein Peter Schrag stehen zwei erfahrene Kollegen Berri zur Seite. «Jeder ist für seinen Bereich zuständig: Michael ist der Experte im Schleifen und Peter kümmert sich um die Wäsche.» Es sei wichtig, den Fokus und das Ziel nie zu verlieren. Das will Berri mit der richtigen Kommunikation bewerkstelligen. «Ich bin selber gespannt, wie alles funktionieren wird. Die ZSC Lions sind mein Klub, deshalb habe ich dieses Angebot auch angenommen. Ich bin bereit für diese Herausforderung!» Bei den Spielern selber kommt dieser frische Wind gut an.