Qualifikationssieger und Meister gegen Kloten – wohl kein Drehbuch hätte die Saison 2013/14 besser schreiben können. Zuerst holten die Stadtzürcher in der Qualifikation unglaubliche 106 Punkte und den 1. Platz, danach den Meisterpokal. Gegen Lausanne im Viertel- und Servette im Halbfinal jeweils nur knapp mit 4:3-Siegen weiter, eilte der Zett im Final gegen Erzrivale Kloten im Schnellzugstempo zum Titel. 1:0, 2:1, 5:2 und 2:1 nach Penalty lauteten die vier Resultate, die den Löwen Gold einbrachten. Zum Meisterschützen im Shootout avancierte Robert Nilsson, der mit dem Lächeln eines Siegers im Gesicht den Puck backhand ins Lattenkreuz hängte. Wow!

Im «Overtime», dem Lions-Klubmagazin, stand später:

Das Penaltyschiessen wird in Sportkreisen ja gerne als Lotterie abgestempelt. Die Rede ist von einer nicht würdigen Entscheidungsfindung, da Glück im Zentrum stehe statt Können. Dass dem nicht so ist, bewiesen die ZSC Lion in der vergangenen Saison eindrücklich. Noch während der Qualifikation verloren sie alle ihre sechs Shootouts, weil die Penalties ganz einfach zu schlecht ausgeführt worden waren. Doch in den Playoffs änderte sich das Bild: Die Versuche wurden erfolgversprechender, ideenreicher und konsequenter zu Ende gespielt – sie wurden schlicht besser. Und in Person von Robert Nilsson besass der ZSC einen wahren Könner, was die Kurzentscheidung anbelangt. Die Fähigkeiten des nervenstarken Schweden vom Punkt aus gipfelten im Meisterschuss. Unvergessen, wie Nilsson schon vor dem goldenen Penalty strahlte. Unvergessen auch, wie die Nummer 9 danach auf Flyers-Goalie Gerber zusteuerte, den Puck seelenruhig auf die Backhand-Seite zog und das schwarze Spielgerät schliesslich präzise in die Maschen lupfte. Wie Robert Nilsson die ZSC Lions in diesem Moment zum Schweizermeister machte, hatte nichts mit Glück zu tun, sondern viel mehr mit Magie.

Videos:

Der Meisterpenalty

Das Meistervideo vom ZSC Lions TV

Best-of-Clips ZSC Lions TV

Der ganze Match im Re-Live