Schubiger war in den 40er-Jahren gewissermassen die erste Verkörperung der heutigen ZSC Lions. Der Stürmer schoss die ersten Tore bei GC auf dem Dolder und wechselte dann zum Lokalrivalen. Mit dem ZSC gewann der glänzende Läufer und Vorbereiter zwei Titel (1949 und 1961), unterbrochen von einer Rückkehr zum Stammklub. Schöber, wie ihn seine Kollegen riefen, gehörte auch lange zum Nationalteam, unter anderem beim olympischen Turnier von St. Moritz 1948, in dem die Schweiz Bronze gewann. Im Sommer spielte der Allrounder mit Erfolg Feldhandball, auch dort zählte er zum Kader der Nationalmannschaft.

Typisch für Schubiger, den gelernten Goldschmied und Edelsteinfasser, war, dass er in seiner Karriere immer seinen eigenen Weg verfolgte und nicht von ihm abwich. Er wusste um seinen Wert und forderte unter anderem im Klub einen Lohn für seine Leistungen ein. Oder dass das Nationalteam im ZSC-Dress antreten sollte, weil es damals fast nur aus Zürchern bestand.

Schubiger galt daneben als erster wirklicher Athlet des Schweizer Eishockeys, ein Besessener des Trainings auch ausserhalb des Eises. Es rankten unzählige Legenden um ihn. So pflegte er den Weg von der Arbeitsstelle am Schaffhauserplatz zum Eistraining in den Dolder hinauf zu rennen. Oder er übte an der Bahnhofstrasse mit den Bäumen auf dem Trottoir Körpertäuschungen. Er war ein absoluter Asket, der Genussmittel im Gegensatz zu den Mitspielern verschmähte. Der Meistersturm mit Peter Meier und Rolf Härry hiess deshalb auch Ovo-Linie.

Schubiger fügte seinem Palmares nach dem Rückzug aus Zürich als Spielertrainer von Rapperswil noch den ersten Aufstieg in die Nationalliga B an (1965). Den ZSC konnte er 1971 nicht vor dem ersten Abstieg retten. Nach der Pension frönte er seinem Hobby, dem Fischen im Engadin. Am Wochenende starb er nach langer Krankheit in Baden.

Der Verein ZSC und die ZSC Lions sprechen den Angehörigen ihr herzliches Beileid aus!