Mit der Corona Krise steht die Schweiz derzeit vor einer riesigen Herausforderung. Kurzfristig mussten harte Massnahmen beschlossen werden. Sie haben sich als wirkungsvoll erwiesen, weil wir sie alle unterstützt, mitgetragen und umgesetzt haben, obwohl sie radikal in unser Leben eingegriffen haben. 

Nun wird es aber je länger desto klarer, dass diese Krise uns noch länger beschäftigen wird und zur neuen Normalität werden könnte. Es ist deshalb an der Zeit, die bestehenden Massnahmen so anzupassen, dass sie nicht nur kurzfristig effizient, sondern auch langfristig tragbar sind. Das gilt ganz besonders für die sogenannte «1000er-Regel», dem Verbot von Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern.

Aufgrund dieser Regel kam die Sportwelt praktisch zum Erliegen und erst langsam rappelt sie sich wieder auf. Wir als Sportfans konnten zuletzt eindrücklich erleben, dass Sport ohne Zuschauer ein Sport ohne Seele ist. Es fehlt Begeisterung, Leidenschaft und Freude, sowohl bei den Fans wie auch bei den Spielern – und es fehlen Einnahmen. Einnahmen aus Ticketing, Sponsoring und TV-Rechten, die es zum Überleben braucht. Einnahmen, mit welchen tausende Arbeitsplätze finanziert und am Ende auch kollektive Erlebnisse wie Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften oder gar Olympischen Spielen ermöglicht werden.

Am 12. August wird der Bundesrat darüber entscheiden, ob die 1000er-Regel weiterhin Bestand haben wird. Er wird damit darüber entscheiden, ob unsere Vereine finanziell überleben können, ob es überhaupt eine nächste Saison geben wird. Er wird über das Überleben ganzer Branchen entscheiden. Klar ist: Mit der «1000er Regel» können die Sporteventveranstalter, Profiligen und Clubs keinen finanziell nachhaltigen Betrieb gewährleisten. Es ist an der Zeit, diese zu überdenken!

Der Bundesrat kann die 1000er-Regel mit gutem Gewissen aufheben, denn er hat mit seinen allgemeinen Verhaltensgrundsätzen wie das «Einhalten von Hygienestandards», «Maske tragen», «Abstand halten» und «Rückverfolgbarkeit», die Basis für Schutzkonzepte gelegt, die ohne pauschale Obergrenzen funktionieren können. Er vertraut diesen Verhaltensgrundsätzen bereits heute bspw. im öffentlichen Verkehr, in der Gastronomie, bei Demonstrationen oder auch bei seinen eigenen Sitzungen. Die Ligen und Clubs verfügen zudem bereits jetzt über ihre eigenen Schutzkonzepte und haben diese den Behörden zukommen lassen.

Mit dieser Petition wird der Bundesrat aufgefordert, auf die 1000er-Regel zu verzichten, und durch seine allgemeine Verhaltensgrundsätze sowie spezifische Schutzkonzepte zu ersetzen. Damit ermöglicht er nicht nur einen sicheren Sport, sondern auch einen mit sicherer Zukunft.

#SaveSwissSports