Bis zehn Minuten vor dem Schluss müssen die Zürcher Fans in der Swiss Life Arena zittern. Lugano stets am Drücker kann jedoch nicht reüssieren und so ist es ein Gegenstoss der durch Derek Grant vollendet wird zum vorentscheidenden 2:0. Am Schluss macht Doppelpacker Denis Malgin den Sack via Emptynetter zu und die Zürcher überstehen die erste Teilhürde des Viertelfinals gegen den HC Lugano. Es war nicht der beste Zürcher Auftritt, aber einer unserer regen Social-Media-Kommentatoren meint: «In den Playoffs zählen nach der Schlusssirene nur nackte Zahlen – das Resultat. Nur Sieg oder Niederlage. Etwas dazwischen gibt es nicht.» Und tatsächlich, eigentlich funktionieren genau so die Playoffs. Denn bereits am Montagabend in Lugano findet die nächste Partie statt. Wieder 0:0, wieder geht es nur darum, in der Serie einen weiteren Sieg einzufahren. Denn Statistiken hin oder her, gewisse Schwachpunkte im Lions-Spiel waren für das ungeschulte Auge dennoch erkennbar. Viele Fehlpässe im Aufbau, oft einen Schritt zu spät oder gar ungestüm. Den Zürcher würde es gut tun am Montagabend, ihre Eigenfehler zu minimieren und wieder mehr Laufbereitschaft an den Tag zu legen. Am Können kann es ja bei diesem Ensemble nicht liegen. 

Lugano wird sich nicht verstecken

Für die Gastgeber wird es das erste Playoff-Duell mit den Zürchern sein, seit dem Meisterabend von 2018. Damals haben Patrick Geering und Ronalds Kenins in Spiel 7 die Entscheidung in der Resega hervorgebracht. Lugano fehlte im ersten Game wohl nur der berühmte Schluss Zielwasser. Hrubec erwischte einen Sahnetag und das Unvermögen vor dem ZSC-Kasten wird die Luganesi sicherlich auf der Heimreise noch geärgert haben. Und genau darin liegt nun der Schlüssel für Lugano. Sie haben nicht viel falsch gemacht. Sie waren sehr unbequem und binnen 60 Minuten auf Augenhöhe mit dem amtierenden Meister. Und so werden sie am Gameplan nicht viel ändern müssen, ausser präziser zu werden. Welches Team beschert seinem Anhang den schöneren Start in die Woche?

Dario Simion und Kollegen konnten viele Offensivakzente setzen, doch etwas zählbares gab es nicht in Zürich