Es kommt zur grossen Generalprobe für die Swiss Life Arena. 18 Playoff-Spiele ist man im eigenen Hause ungeschlagen, nun kommt die grosse Prüfung HC Davos. Der HCD hat am zweitletzten Spieltag der Regular Season noch einen 2:1-Sieg im Löwenkäfig gefeiert und weiss, wie es sich anfühlt, dort Punkte zu holen. Doch kaum ging es in die KO-Phase, konnte der HCD noch nie in Zürich-Altstetten gewinnen. Mit diesem guten Omen muss die Mannschaft von Marco Bayer in die Partie gehen und danach mindestens 60 Minuten durchpowern. Mit klugen Köpfen, äusserst diszipliniertem verteidigen und vor allem viel Kaltschnäuzigkeit. Der gewisse Torriecher hat in Davos gefehlt – Chris Baltisberger davon ausgenommen. Seit den beiden Meisterjahren lagen die ZSC Lions nie mehr in einer Serie im Hintertreffen und somit ergibt sich eine neue Situation für den Zett. Sie stehen seit einer gefühlter Ewigkeit unter Zugzwang und dürfen sehr gerne für Furore an der Vulkanstrasse 130 sorgen!
Was muss besser werden?
Der HCD hat den Sieg nicht gestohlen, aber ein anderer Spielausgang wäre nicht verwunderlich gewesen. Beim ersten Gegentor sehen die Zürcher schlecht aus, beim zweiten (Penalty von Zadina) ist es oft sowieso eine Lotterie. Beim dritten Tor sind die Lions nicht konsequent genug am Mann und der Emptynetter ist keiner Rede wert. Bei über 40 Torabschlüssen müssen sie sich also selbst an der Nase nehmen. Trotzdem ist die Stimmung nach der Partie sehr gelassen – die Mannschaft hat ganz viel Erfahrung gesammelt in den letzten Jahren. Auch letztes Jahr war es in Davos nie ein Zuckerschlecken und Niederlagen gehören dazu. Aufregung über dieses 2:4 wäre fehl am Platz. Spiele kann man verlieren in einer Playoffserie, es dürfen aber halt nur maximal drei davon sein. Die Zürcher wissen selbst, dass sie in entscheidenden Phasen zu viel zuliessen und können das bei ihrer Qualität sicherlich besser machen. Der Samstagabend war beste Werbung fürs Schweizer Eishockey und kaum jemand glaubt daran, dass es am Montag nicht weniger heiss zu und her gehen wird. Unleash the Lion!
Topscorer-Vertretung Denis Malgin. Der Nati-Stürmer lief erneut im Feuerdress auf, da Sven Andrighetto fehlte.
Zadina lässt die Muskeln spielen. Der HCD gewann den ersten Kampf, war aber über weite Strecken nicht die bessere Mannschaft.
