«Alles guete isch Drü» war die Startchoreo des Limmatblack zum Auftakt in die Playoffs und siehe da, am Montagabend schlug der Spruch wieder zu. Mit drei Toren sicherten sich die ZSC Lions den ersten Sieg im Halbfinal gegen den Rekordmeister HC Davos. Gleichzeitig war es der 19. Playoff-Heimsieg in Serie. Die letzte Heimniederlage ist auf den 5. April 2023 datiert und bereits eine Weile her. Aber nicht alles gute ist drei. Die Zürcher, sollte der Heimstreak bleiben, würden so nur auf drei Siege kommen – das reicht bekanntlich nicht in den Playoffs. So gilt es Spiel für Spiel zu schauen und irgendwann auch in Davos als Sieger vom Eis gehen. Die nächste Gelegenheit bietet sich ja bekanntlich schnell.
Chancenauswertung
Wieder ballerten die Zürcher fast 40 Schüsse auf den Kasten von Sandro Aeschlimman (zuvor 42 in Davos). Davos hatte in den beiden Spielen jeweils 28 und 22 Torabschlüsse. Nur ist die Qualität der Schüsse ist eben entscheidend. Davor wirkt, wenn immer nadelstichartig unterwegs, brandgefährlich. Stransky ist ein gefühlter Brandherd und zögert selten wenn er an der Scheibe ist. Doch den HCD-Captain hatte die Defensive für einmal gut im Griff. Bei den Zürchern waren es dann auch nicht die klassischen Tore, sondern auf engstem Raum konnte der Puck mit dem Glück des Tüchtigen jeweils in den Katen beordert werden. Wollen die Zürcher am Mittwochabend in Davos bestehen, müssen sie effizienter werden und vor allem vor dem eigenen Gehäuse für klare Verhältnisse sorgen. Mit den Fans im Rücken wirkt auch Davos schon die ganze Saison fast unbezwingbar. Vor Jahresfrist konnten die Lions die ersten beiden Auswärtsspiele nicht gewinnen, verändert sich dieser Trend?
Eine Bank: Simon Hrubec war erneut der sichere Rückhalt und entschied am Montagabend das Goalie-Duell für sich.
An Aeschlimann hat’s nicht gelegen. Der HCD-Schlussmann war hervorragend in Spiel 2, bekam aber nicht die nötige Unterstützung seiner Vorderleute.
