Patrick, wenn Du auf die Saison 2025/26 zurückblickst – wie fällt Dein Gesamtfazit aus?

 

Die Saison war in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Mit Peter Andersson und Mark Bastl hatten wir ein neues Trainerduo an der Bande, gleichzeitig galt es, zwölf neue Spieler ins Team zu integrieren. Unter diesen Voraussetzungen war unser Minimalziel klar definiert: die Playoffs zu erreichen.
Dass wir dieses Ziel mit dem Einzug in den Viertelfinal erreicht haben, ist positiv zu werten. Die Playoff-Serie gegen Sierre – ein physisch sehr starkes Team mit fanatischen Fans im Rücken und einem ausverkauften Stadion – war zudem eine extrem wertvolle Erfahrung für unsere jungen Spieler. Natürlich hätten wir uns gewünscht, noch ein oder zwei Spiele mehr bestreiten zu können. Insgesamt haben wir unsere Ziele aber erreicht.

Die GCK Lions haben die Regular Season auf dem achten Platz abgeschlossen und sich damit erneut für die Playoffs qualifiziert. Wie beurteilst Du die Entwicklung des Teams über den Verlauf der Saison hinweg?

 

Wir sind sehr gut in die Saison gestartet und konnten in den ersten zehn Spielen sechs Siege sowie eine Overtime-Niederlage verbuchen. In der zweiten Runde wechselten sich dann Siege und Niederlagen ab, wodurch wir uns im Mittelfeld der Tabelle festsetzen konnten.
Ein Einschnitt war die Verletzung unseres Topskorers Villiam Haag, der uns während elf Spielen fehlte. Gleichzeitig fiel auch Luca Cunti aus. In dieser Phase verlor das junge Team neun von elf Spielen und rutschte in der Tabelle ab. Nach der Rückkehr der beiden Leistungsträger fanden auch die jungen Spieler wieder ihren Rhythmus, und wir konnten uns stabilisieren und die Playoffs am Ende souverän erreichen.

 

Die Viertelfinalserie gegen Sierre ging über fünf Spiele – wie hast Du diese Serie erlebt, und woran hat es am Ende gefehlt, um weiterzukommen?

 

Spielerisch konnten wir mit Sierre jederzeit mithalten. In den direkten Zweikämpfen hatte der physisch starke Gegner jedoch Vorteile. Trotzdem haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert und waren nach unserem ersten Sieg nahe dran am zweiten, den wir dann leider in der Verlängerung aus der Hand gegeben haben. Mit etwas mehr Abgeklärtheit wäre eine Überraschung durchaus möglich gewesen.

 

Ein zentraler Auftrag der GCK Lions ist die Entwicklung junger Spieler. Welche Spieler oder Entwicklungsschritte haben Dich in dieser Saison besonders gefreut?

 

Wir haben in dieser Saison insgesamt 19 Spielern unter 21 Jahren Spielpraxis ermöglicht und sie an das Erwachsenen-Eishockey herangeführt. Das ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Begleitet von erfahrenen Spielern und unseren beiden Ausländern konnten sich viele dieser jungen Spieler positiv entwickeln und wichtige Schritte machen – sowohl auf als auch neben dem Eis.

 

Mit Peter Andersson und Mark Bastl stand in dieser Saison ein neues Trainerduo hinter der Bande. Wie beurteilst Du ihre erste Spielzeit bei den GCK Lions?

 

Die Aufgabe, zwölf neue Spieler ins Team zu integrieren, war sicher nicht einfach. Peter und Mark haben das jedoch sehr gut gelöst. Sie haben schnell einen Draht zur Mannschaft gefunden und hervorragend miteinander harmoniert. Sie haben meine Erwartungen erfüllt, und es freut mich, dass sie auch in der kommenden Saison gemeinsam hinter der Bande stehen werden.

 

Gab es aus sportlicher Sicht Momente oder Spiele in dieser Saison, die für Dich besonders prägend waren?

 

Vor allem die Spiele gegen die jeweiligen Tabellenführer sind mir in Erinnerung geblieben. In diesen Partien konnten wir nicht nur mithalten, sondern sie teilweise auch gewinnen. Das hat gezeigt, dass unser Team sowohl spielerisch als auch kämpferisch auf einem sehr guten Niveau agieren kann.

 

Mit Blick auf die kommende Saison: Welche Themen oder Entwicklungsschritte stehen für das Team jetzt im Vordergrund?

 

Da bei uns, anders als bei anderen Sky Swiss League-Teams, jedes Jahr mehrere junge Spieler dazustossen, bleiben die grundlegenden Themen ähnlich. Die Integration neuer Spieler und ihre Entwicklung stehen weiterhin im Zentrum.
Diese Saison hat aber auch gezeigt, dass wir insbesondere im Zweikampfverhalten und im Spielaufbau noch Verbesserungspotenzial haben. In diesen Bereichen werden wir gezielt und intensiv arbeiten müssen.

 

Die GCK Lions sind ein wichtiger Bestandteil der Lions-Organisation und der Entwicklungspyramide Richtung National League. Wie ordnest du die Rolle des Teams innerhalb dieses Systems nach dieser Saison ein?

 

Unsere Rolle hat sich im Vergleich zu den vergangenen, teilweise noch erfolgreicheren Saisons nicht verändert. Die Entwicklung und das Heranführen junger Spieler an das Profi-Eishockey stehen weiterhin klar im Vordergrund.
Natürlich wären zusätzliche Playoff-Spiele wünschenswert gewesen, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln. Aber auch aus Niederlagen und  engen und umkämpften Serien wie gegen Sierre können die jungen Spieler enorm viel lernen.