Heiss, heisser, Topscorer Sven Andrighetto! Der Zehner wird in Abstinenz des nominellen Topscorers Denis Malgin dem Feuerhelm mehr als würdig. Er treibt an, er geht vorbildlich voran. Emotionen auf der Bank, genauso wie auf dem Eis. Doch er vertritt nicht nur «Malx» an diesem Abend, sondern auch den verletzten Kapitän Patrick Geering. Somit trägt er mit Stolz das «C» auf der Brust und führt sein Löwenrudel mit zweit Toren an diesem Abend zum Sieg. «Ghetto» sorgt für reichlich Ghetto im Tessin.

 

Glück im Unglück

 

Zum Lachen haben die Lions zu Beginn eigentlich nichts. Schwendeler muss sich nach zwei Minuten auf die Strafbank gesellen und seine Kollegen müssen in Unterzahl ran an die Büez. Aber hey, auch das ist heute Abend kein Problem. Rohrer enteilt den stürmenden Luganesi, spielt rüber auf den mitlaufenden Derek Grent und der versorgt die Scheibe flach im Tor der Hausherren. Kalte Dusche für Lugano! Aber die Partie bewegt sich binnen 60 Minuten auf Augenhöhe. Die Zürcher sind nicht besser, aber defensiv sehr solide und aufmerksam. Es dauert dann bis zur Halbzeit, dass Lugano reagieren kann. Fazzini gleicht aus und lässt im Kampf um Platz 3 in der Tabelle wieder alles offen. Gut, dass eben erwähnter Sven Andrighetto on Fire ist! In weniger als drei Minuten schnürt er einen Doppelpack vor der Heimkurve und lässt dabei seine Muskeln spielen. Mit einem komfortablen 3:1 geht es somit nach zwei Dritteln in die Pause Nummer 2.

 

Ruhig Blut

 

Die Trainer appellieren auf Geduld und Cleverness. Lugano muss, wir dürfen. Wichtig sei es nun, den Laden hinten dicht zu halten. Denn geschenkt wird den Zürchern im letzten Abschnitt erneut nichts. Lugano scheitert Mal am Pfosten, Mal am Unvermögen – doppelt sogar vor der fast leeren Kiste! Aber ein ZSC-Stock scheint immer dazwischen zu sein. Und so ist alles anrennen umsonst Seitens Lugano. Was zuvor Schreiber nicht gelingt, holt Juho Lammikko nach. Der Finne trifft zum Schluss ins leere Tor und sorgt für klare Verhältnisse mit dem 4:1. Ende gut, alles gut! 

 

(Marko Filipovic, Lugano)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Marko Filipovic